Hier stelle ich Ihnen einige ausgewählte Beiträge in den Medien vor.
2009 Teil 2
Hier ein Bericht des WDR über die Aufzucht meiner Uhus. Hier klicken
© WDR 2009
Nachwuchs bei den Uhus

Uhu hoch drei
FOTO: BAD WÜNNENBERG TOURISTIK
Bad Wünnenberg (NW/sf). Am Pfingstwochenende finden Falkner-Vorführungen im Aatal statt. Am Freitag, 29. Mai, um 15 Uhr startet die erste Vorführung im Außenbereich hinter dem Tierhaus am Bad Wünnenberger Paddelteich. Von Samstag bis Montag, 30. Mai bis 1. Juni, gibt es täglich Flugschauen um 12, 14 und 16 Uhr.
Falknerin Tatjana Schmücker führt ihre Greifvögel und ihre Uhu-Dame Mooney vor und erläutert den Zuschauern das Flugverhalten. An diesem Wochenende hat sie noch was ganz Besonderes in petto: Bei den Uhus gibt es gleich zweifachen Nachwuchs. Die jeweils sieben Wochen alten Uhu-Damen Artemis (Europäischer Uhu) und Kari (Sibirischer Uhu). Mit ihrem flauschigen Federkleid lässt sich die spätere Federpracht nur erahnen. Die Falknerin ermöglicht den Zuschauern damit bei ihren Ausführungen, den weiten Weg von der Aufzucht bis zur fertigen Ausbildung der Greifvögel nachzuvollziehen.
Die 30-Jährige aus Bad Wünnenberg hat ihre Falknerin-Ausbildung in Stuttgart bestanden und absolviert seit Karfreitag ihre erste Saison mit Flugschauen im Aatal. Auch die Frettchen, Hasen und Schafe im Bad Wünnenberger Aatal haben bereits Nachwuchs bekommen und sind am Pfingstwochenende dort zu besichtigen. Weitere Termine für Flugschauen von Juli bis Oktober werden folgen.
Der Mitmachtarif bei den Flugschau-Vorführungen beträgt für Erwachsene 3,50 Euro und für Kinder bis 14 Jahre 2,50 Euro. Individuelle Gruppenbuchungen für Vereine, Schulklassen, Kindergärten, Kindergeburtstage sind außerdem möglich. Weitere Informationen gibt es bei der Bad Wünnenberg Touristik GmbH unter Tel. (02953) 99880.
©Neue Westfälische
Gefiederte Jäger
Falknerin Tatjana Schmücker zeigt im Aatal Flugschauen mit Greifvögeln
VON SIMONE FLÖRKE

Begehrtes Motiv | FOTO: SIMONE FLÖRKE
Bad Wünnenberg.
Das Aatal hat eine neue Attraktion, und zwar eine gefiederte. Athos, Porthos, Lady de Winter oder Moony heißen die Stars, die über den Zuschauern ihre Schwingen ausbreiten oder sich geduldig das Federkleid streicheln lassen. Falknerin Tatjana Schmücker aus Bad Wünnenberg zeigt die Greifvögel in einer Flugschau. Die hatte am Karfreitag Premiere.
Und sie verrät dem interessierten Publikum, warum ein Falkner-Handschuh immer links getragen wird: "Weil die Jäger früher das Pferd mit rechts lenkten und auf der linken Hand der Greifvogel saß." Und dass man die Waldwege beim Spazierengehen nicht verlassen sollte, weil Eulen auch im Aatal brüten und sich gestört fühlen könnten.
Athos ist mit seinen zwei Jahren ein stattlicher Wüstenbussard und kommt aus dem Baum sofort zurück auf den Lederhandschuh – nicht weil er die Falknerin besonders lieb hat, sondern wegen des Stückchens Fleisch darauf, verrät die 30-Jährige. Die Zuschauer sollen eine Gasse bilden, dann wird Athos erneut losgeschickt: Auf dem Rückweg nimmt er die Deckung in der Menschengasse gern an.
Ein typisches Jagdverhalten des Vogels, erklärt Tatjana Schmücker. Sie ist ausgebildete Falknerin, stammt aus dem nahen Rösenbeck im Hochsauerlandkreis und ist in Bad Wünnenberg Nachbarin von Vera Lina Schütz von der Touristik GmbH. Als die Falknerin mit Uhu-Dame Moony – mit ihren 3,7 Kilo Gewicht und einer Flügelspannweite von 1,65 Meter eine imposante Erscheinung – spazieren ging, kamen die beiden ins Gespräch. Und so entstand die Idee zu Flugschauen am Paddelteich, die den Sommer über am Wochenende stattfinden sollen. Falkner Wolfgang Weller aus Stuttgart, bei dem Tatjana Schmücker das Handwerk lernte, hatte sogar extra das Terrain im Aatal abgecheckt und sein Okay gegeben.
Moony wird bei der Schau allerdings nicht fliegen, erweist sich aber als geduldiger Vogel, lässt sich streicheln ("nur auf dem Rücken") und bewundern, als sie ihre Flügel spreizt. "Sie würde erstmal drei Stunden wegblieben, wenn ich sie fliegen lasse. So viel Zeit haben wir wohl nicht", sagt Tatjana Schmücker lächelnd. Helfer Burkhard Linke bringt noch einen weitere Eule ins Spiel: Einen Waldkauz, der im Vergleich zu Uhu Moony winzig wirkt: "Wohl auf 95 Grad gewaschen", kommentieren die beiden trocken. Auch Frettchen Schnitzel ist mit dabei. Er erhielt seinen Namen, weil er sich sofort nach der Ankunft im neuen Zuhause gierig auf einen Mülleimer stürzte und die Reste eines Schnitzels vertilgte.
©Neue Westfälische, Simone Flörke
Krabbelgruppe mit zwei Uhus
Wie Falknerin Tatjana Schmücker Eulen-Nachwuchs aufzieht
VON SIMONE FLÖRKE, neue Westfälische v. 09.06.2009
Bad Wünnenberg. Noch etwa acht Wochen, dann ist der Baby-Flaum verschwunden: Derzeit sehen Artemis und Kari ein wenig gerupft aus. Zwischen dem weichen Flaum der Uhus haben sich die ersten Federn des Jungsvogelkleides geschoben. "Es dauert gut ein halbes Jahr, bis die beiden ausgewachsen sind", sagt Tatjana Schmücker. Die 30-Jährige, die seit Ostern Flugschauen im Aatal sowie Veranstaltungen mit Greifvögeln anbietet (die NW berichtete), kümmert sich liebevoll um die beiden Vögel im Krabbelalter.
Krabbelalter ist wörtlich zu nehmen. Denn noch können die beiden Uhus nicht fliegen, hopsen über die Wiese, spreizen dabei die Flügelchen. 1,4 und 1,5 Kilogramm bringen die dunklere Artemis, ein europäischer Uhu, und Kari, ihre hellere sibirische Verwandte, mit ihren acht bis neun Wochen auf die Waage. Kari wird als Vertreterin der weltweit größten Eulenart später eine Flügelspannweite von bis zu 1,8 Meter haben. Derzeit trainieren die Kleinen das Fixieren der Beute mit ihren großen, orangefarbenen Augen. Schmücker: "Sie können ihren Kopf 270 Grad drehen. Das liegt an den 14 Nackenwirbeln. Menschen haben nur die Hälfte."
Bis zu vier Mal am Tag werden sie gefüttert, mit Eintagsküken, vitaminreichen Wachteln oder Mäusen. Wegen der Vielfalt. Und sie werden "gestreichelt und beschmust", erklärt die Bad Wünnenbergerin lächelnd. "Sie schlafen beim Kraulen sogar neben mir auf dem Sofa ein." Die Falknerin bekam die in einer Brutmaschine geschlüpften Küken mit vier Wochen in Süddeutschland. Dafür braucht sie neben einer Haltegenehmigung einen Jagd- und Falknerschein.
Zwei Jahre hat Tatjana Schmücker dafür gebüffelt, bringt zudem noch allerlei tierische Erfahrung mit: "Ich habe eigentlich immer kleinere Tier aufgezogen, Waschbären, ein Totenkopfäffchen, Streifenhörnchen oder Nasenbären." Wenn die beiden Uhus Hunger haben, beginnen sie leise zu fauchen. Das machen sie auch, wenn sie sich bedroht fühlen oder selbstbewusst drohen wollen. Beispielsweise der großen Uhu-Dame Mooney (3), mit ihren 1,60 Meter Flügelspannweite eine der Attraktionen bei den Flugschauen. Sie lebt mit Habichten, Bussarden und Falken verschiedener Arten in Wetterschutzhütten und sogenannten Flugdrahtanlagen. "Dort bekommen sie alles um sie herum mit, sind nicht so abgeschottet wie in Volieren", erklärt die 30-Jährige.
Ihre Tiere - nicht die Kleinen - zeigt sie auch im Schulunterricht, beispielsweise in Biologie, bei Festen wie Mittelaltermärkten, aber auch bei Kindergeburtstagen oder Vereinen. Die Herrscherin der Winde und die Göttin der Jagd, so die Übersetzungen von Kari und Artemis, gewöhnen sich von klein auf an Menschen, sagt Tatjana Schmücker. Besucher der Flugschauen durften sie schon einmal streicheln. Das Ganze macht sie aber sehr behutsam, will die kleinen Uhus nicht überfordern. "Sie sollen nur positive Erfahrungen machen." Doch: "Kari und Artemis sind daheim immer mit dabei, laufen hinter mir her. So fange ich an zu trainieren: Ich gehe ein paar Meter weg, wedele mit dem Futter. Kommen sie zu mir, bekommen sie eine Belohnung." Positive Bestärkung, die die Vögel auch als Erwachsene nicht vergessen. Die werden übrigens in der Gefangenschaft bis zu 60 Jahre alt, weiß die Falknerin.
"Und ich bin mir sicher, dass Kari und Artemis miteinander kommunizieren, obwohl sie aus verschiedenen Arten sind. Sie haben nur unterschiedliche Dialekte." Kari wird später in den Flugschauen zu sehen sein. Mit Artemis will Tatjana Schmücker sogar zur Jagd gehen, hat deshalb bereits am Flughafen angefragt.
Bis dahin müssen die Katzen daheim herhalten, die von den beiden Uhus gern mal kräftig erschreckt werden und nun gehörigen Respekt vor den gefiederten Mitbewohnern haben. "Sie sind eben schon im Flegelalter", kommentiert die Besitzerin lächelnd und nachsichtig.
©Neue Westfälische
Greifvogelshow an der FFG
Frau Schmücker züchtet Greifvögel und Eulen und zieht Jungvögel von Hand auf. Zur FFG brachte sie ihren zahmen Uhu, drei Wüstenbussarde (Harris Hawk) und einen Falken mit, außerdem als Maskottchen das Frettchen „Schnitzel“. weiter...
©Felix-Fechenbach-Gesamtschule