Hier stelle ich Ihnen einige ausgewählte Beiträge in den Medien vor.
2010
Tierweihnacht im Aatal - Falknervorführung und Rahmenprogamm am 4. Advent
Bad Wünnenberg (Kreis Paderborn).
Familien, Gäste und Einwohner erwartet am 4. Adventssonntag, den 19. Dezember 2010 von 14 bis 16 Uhr ein tierisches Highlight im Aatal. Kurz vor Weihnachten laden die Touristik GmbH und die Falknerin Tatjana Schmücker zur Tierweihnacht ein.
Es wird eine circa 30 minütige Flugschau geben und im Anschluss wird die sibirische Uhudame Kari Christkind spielen und kleine Geschenke an die anwesenden Kinder verteilen. Außerdem gibt es die Möglichkeit eine Runde mit der Ponykutsche zu fahren und an einem kleinen Weihnachtsgewinnspiel teilzunehmen. Am Aatalhaus wird Glühwein und Weihnachtskinderpunsch verkauft. Treffpunkt und Ort der Veranstaltungen ist das Tierhaus beim Aatalhaus in Bad Wünnenberg.
Die Bad Wünnenberg Touristik GmbH hofft auf viele neugierige und interessierte Besucher an diesem Sonntag und wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest 2010. Die Teilnahme an der Flugschau ist kostenlos. Weitere Informationen gibt es bei der Bad Wünnenberg Touristik GmbH unter 0 29 53 / 99 88 0.
Tierische Weihnacht im Aatal
Information:
Bad Wünnenberg Touristik GmbH
Im Aatal 3, 33181 Bad Wünnenberg.
Tel.: 0 29 53 / 99 88 0, Fax: 0 29 53 / 74 30.
© paderborner-blatt.de 2010
Greifvögel kreisten über den Köpfen
Achim - (as) · „Ich finde die Schneeeule am schönsten, weil die so schön weiß ist“, schwärmte die sechsjährige Bente. Ihr vierjähriger Bruder Arne war derselben Meinung. Die beiden Bierdener bewunderten auf dem Achimer Weihnachtsmarkt die Greifvögel von Tatjana Schmücker.

Der sibirische Uhu „Kari“ durfte sogar gestreichelt werden.
Die ausgebildete Falknerin war aus Bad Wünnenberg unter anderem mit einem europäischen Uhu, einem Waldkauz und Wüstenbussarden angereist. Der dreijährige Finn Lukas durfte sogar einen Turmfalken auf dem Arm halten und fand das ganz toll.
Weihnachtsmarkt in Achim
Während der zahlreichen Shows ließ Tatjana Schmücker einzelne Tiere über den Köpfen der interessierten Zuschauer fliegen. Sie informierte die Anwesenden darüber, dass von ihren Greifvögeln keiner aus der Natur entnommen sei. Dies sei nämlich seit 1975 verboten.
Desweiteren berichtete die 32-Jährige, dass Gerfalken ganz besondere Tiere seien. In der Vergangenheit wurden die Vögel in Gold aufgewogen und auch heute seien sie immer noch nicht preiswert. Die Expertin weiter: „Bei den Wüstenbussarden ist das Männchen kleiner als das Weibchen. Letztere muss schließlich mit ihrem Körper die Eier im Nest komplett abdecken können.“
„Wer von euch glaubt, dass Eulen nachtaktiv sind?“, fragte Tatjana Schmücker im Anschluss das Publikum. Nachdem sich zahlreiche Zuhörer gemeldet hatten, erklärte die Expertin, dass das völliger Blödsinn sei. Eulen könnten nämlich tagsüber und in der Dämmerung sehr viel besser sehen als Menschen und jagten durchaus auch bei Helligkeit. Danach forderte die Falknerin ihre Zuschauer auf, dem sibirischen Uhu „Kari“ zu sagen, dass er seine Flügel öffnen solle. Zuerst weigerte sich dieser, doch nach mehrmaligen Bitten stellte er die Anwesenden dann doch zufrieden. Ein besonderer Effekt war auch das „Durchkitzeln“ von Schneeeule „Frederic“ – die dabei Lachgeräusche ausstieß.
© Kreiszeitung.de 2010
Achim. Eine positive Weihnachtsmarkt-Bilanz ziehen die Organisatoren von der City Initiative Achim. Die Besucher hätten die idyllische Budenstadt auf dem Bibliotheksplatz genossen, lautet das Fazit der Geschäftsleute. „Es war ein gemütlicher Markt zum Klönen, Schnacken und Verweilen“, meint Organisatorin Mirja Müller.
Besonders großes Lob findet Mirja Müller für die beteiligten von Vereinen und Organisationen. Deren Mitglieder brachten wärmende Getränke unters Volk oder gestalteten das Rahmenprogramm mit.
Besonders in der Dämmerung lockte der Duft von Glühwein viele Besucher an.
Während sich am Freitagabend nur wenige Besucher auf dem Weihnachtsmarkt vergnügten, legten am Sonnabend viele Wochenmarktbesucher einen Stopp auf dem Bibliotheksplatz ein. Hier vermeldete Rolf Helmbrecht vom Vorstand der St.-Laurentius-Gemeinde schon zur Mittagszeit einen positiven Zwischenstand der Wunschbaum-Aktion: Kinder bedürftiger Familien hatten sich Dinge im Wert von bis zu 20 Euro gewünscht. Während des Weihnachtsmarktes hatten die Mitglieder der Kirchengemeinde nach zwei Stunden 19 Wohltäter gefunden, die je einen dieser Wünsche erfüllen wollten, berichtete Helmbrecht.
Am Stand der Achimer DLRG-Ortsgruppe dagegen legten Andree Irretier und Maren Essigke aus Baden während ihres Bummels über den Wochenmarkt eine Pause ein. Sie ließen sich einen „Brennenden Eisberg“ einschenken. Ein mindestens ebenso ungewöhnliches Getränk schenkten die Vertreter der Turngruppe „Die Eumel“ an ihrem Stand aus. Diese rühren ihr „Eumel-Elixier“ nur einmal im Jahr für den Weihnachtsmarkt an. Ein streng gehütetes Geheimnis sind die Zutaten.
Am Nachmittag präsentierte Falknerin Tatjana Schmücker ihre imposanten Greifvögel und erklärte, warum die Tiere mit dem Menschen vertraut sind: „Meine Vögel sind alle von Hand aufgezogen.“ Obwohl am Wochenende die ein oder andere Sturmböe über den Bibliotheksplatz fegte, ließ die Falknerin ihre Vögel fliegen. „Sie kommen so gut wie immer zurück. Nur manchmal suchen sie das Weite. Aber mit Futter lassen sie sich schnell wieder anlocken“, erläuterte die den Besuchern des Weihnachtsmartes.
Bei ihrem Stand hatte sich schnell eine Menschentraube gebildet. Wer wollte, durfte die Vögel streicheln. Diese Chance ließ sich der achtjährige Swante aus Borstel nicht entgehen. „Die Vögel haben ein weiches Gefieder“, berichtete er. Das bestätigten Jan und Annika Zummach: „Total weiches Gefieder. Die großen Krallen und ihre Augen finde ich faszinierend“, staunte der zehnjährige Jan.
Das wohlig warme Rathaus hatte die Turnabteilung des TSV Achim in Beschlag genommen. Die Sportler und ihre Helfer verkauften Tombola-Lose, Mütter junger Mitglieder boten Kuchen an. Die Einnahmen sollen der Jugendarbeit des Vereins zugute kommen. „Die Kinder freuen sich, wenn sie zum Beispiel mal einen Ausflug machen und woanders übernachten dürfen“, weiß Tanz-Trainerin Jennifer Rauch. Sie und ihre Trainer-Kollegen hatten gemeinsam mit den Mädchen und Jungen Weihnachtslieder einstudiert, die sie den stolzen Eltern präsentierten.
© Achimer.net 2010
Dienstag, 9. November 2010
Besuch des Kindergartens Pfiffikus bei der Falknerin Tatjana Schmücker
Im Oktober stand im Kindergarten Pfiffikus das Thema „Eulen und ihre Lebensweise“ im Vordergrund. In diesem Zusammenhang lernten die Kinder verschiedene Arten von Eulen und deren Lebensgewohnheiten kennen. Sie hörten Geschichten, sahen Bilderbücher und Sachbücher und gestalteten selbstständig Eulen aus Tonpapier und Wolle. Als Martinslaterne wurde ebenfalls eine Eule an einem Samstagvormittag zusammen mit den Vätern gebastelt. Außerdem erstellten die Kinder mit eigenen Ideen ein Rollenspiel nach dem Bilderbuch „Die Eule Eulalia“, welches demnächst auch den Eltern vorgeführt werden soll. Sie arbeiteten sehr intensiv und mit viel Freude daran.
Das Highlight dieses Themas war der Besuch der Kinder bei der Falknerei am 26.10.2010 in Bleiwäsche. Die ausgebildete Falknerin Tatjana Schmücker hat schon immer kleinere Tiere wie Waschbären, Totenkopfäffchen, Streifenhörnchen oder Nasenbären aufgezogen. Jetzt hat sie ihren Wohnsitz mit den Tieren in Bad Wünnenberg-Bleiwäsche. Die Eulen leben in einzelnen Wetterschutzhütten mit so genannten Flugdrahtanlagen, die den Vögeln viel Bewegungsfreiheit lassen, und ihnen ermöglichen viel von ihrer Umgebung zu sehen. Frau Schmücker zeigte den Kindern nicht nur die Eulen, sondern auch das Frettchen, den Uhu und verschiedene andere Greifvögel. Sie geht mit allen Tieren sehr sorgsam und liebevoll um.
Die Eulen mit den orangefarbenen Augen, alle unterschiedlich in Größe und Aussehen, faszinierten die Kinder besonders. Frau Schmücker ließ die Schneeeule „Frederik“ fliegen, und alle waren erstaunt über die Spannweite ihrer Flügel. Frau Schmücker erklärte sehr anschaulich die Lebensweise der Eulen. Bis zu viermal am Tag werden sie mit Eintagsküken, Wachteln oder Mäusen.gefüttert. Die Eulen können ihren Kopf um 270 Grad drehen, was an ihren 14 Nackenwirbeln liegt. Sie werden bis zu 60 Jahre alt. Da die Tiere zum großen Teil in eigener Aufzucht aufwachsen, sind sie sehr zahm und lieben es gestreichelt zu werden und „schmusen“ auch gerne. Die Kinder hatten viel Freude daran, die Eulen zu berühren und so real zu erleben, wie ihr Federkleid sich anfühlt. Der direkte hautnahe Kontakt zu den Tieren war für die Kinder ein großes Erlebnis, welches sie so schnell nicht vergessen werden.
Ein ganz herzlicher Dank geht an Tatjana Schmücker für die lehrreiche und interessante Zeit in ihrer Falknerei in Bleiwäsche!
©http://www.haaren.de.tc (C)R.Uhl
Hoher Gruselfaktor im schaurigen Aatal
Tierische Gäste warten auf junge Besucher
Falknerin Tatjana Schmücker und Maike Studinski.
Mit Eule:
Bad Wünnenberg. Am Samstag, 30. Oktober, wird es "schön schaurig" im Aatal. Die Bad Wünnenberg Touristik GmbH bietet gemeinsam mit Maike Studinski und der Falknerin Tatjana Schmücker einen spannenden Halloweenabend von 17-19 Uhr im Aatal an. Mitmachen können Kinder und Familien ab sechs Jahren. Die mutigen Teilnehmer erwarten Spielideen und ein Taschenlampenspaziergang im Aatal.
Dabei gibt es viel Wissenswertes über die Tierwelt bei Nacht und insbesondere über die Fledermäuse zu erfahren. Außerdem gibt es an diesem Abend besondere "tierische" Gäste. Die Touristik GmbH freut sich auf viele mutige Halloweenfans in passender Verkleidung.
Treffpunkt für die Veranstaltung ist um 17 Uhr am Tierhaus am Aatalhaus und Paddelteich in Bad Wünnenberg. Bitte für den Spaziergang eine Taschenlampe und festes Schuhwerk mitbringen. Der Mitmachtarif beträgt drei Euro pro Kind. Um eine vorherige Anmeldung bei der Touristik GmbH unter Tel. (0 29 53) 9 98 80 wird gebeten.
Die Bad Wünnenberg Touristik GmbH bietet weitere Termine für Naturentdecker und Bastelfreunde an. Nächster Termin ist am Dienstag 23. November, 15-17 Uhr, zum Basteln von weihnachtlicher Dekoration. Treffpunkt ist im Kurhaus, Im Aatal 3, Bad Wünnenberg. Der Mitmachtarif beträgt drei Euro pro Kind, um eine telefonische Anmeldungwird gebeten.
© Neue Westfälische 2010
„Ich habe Kinder mit Flügeln“
Bad Wünnenberg-Bleiwäsche. (rio) Frederic ist kitzelig. Die erst 15 Wochen alte Schneeeule wird ganz schmusig, wenn Falknerin Tatjana Schmücker sie in den Arm nimmt. „Aber glauben Sie nicht, dass er das nur macht, weil er mich gern hat“, sagt die 32-Jährige aus Bleiwäsche, die dort auch ihre Falknerei betreibt. Frederick fiepst ganz gewaltig. Frederick hat Hunger. Und weil er weiß, dass er bei ihr an der richtigen Adresse ist, fiepst er ihr gewaltig ins Ohr. Das ist immer noch einfacher, als flinken Mäusen nachzuspüren. 27 Greifvögel und Eulen leben in der Falknerei von Tatjana Schmücker. Die Wüstenbussarde, europäischen Uhus, Sperlingskäuze und Gerfalken sind Zuchttiere, „alle beringt und registriert“, sagt sie, die Flug-Shows im Aatal gibt und auf Stadtfesten sowie Kindergeburtstagen zu sehen ist.
Durch das aufgebaute Vertrauen haben die Vögel einen engen Kontakt zum Menschen entwickelt. Sie lassen sich sogar von Teilnehmern des Tagesseminars streicheln. Und sind sie trainiert, überstehen sie auch einen Auftritt wie auf der Sparrenburg mit 50.000 Menschen. Die Turmfalken, Rotschwarzbussarde und Malaienkäuze haben Namen wie Lady de Winter, Merlin und Morgana oder Zacher, „so wie der Koch aus dem Fernsehen“. Sie alle sind mit einer kleinen Geschichte verbunden.
Die Falknerin hat sie alle groß gezogen. Manchmal werden auch kranke Vögel zu ihr gebracht, die sie wieder aufpäppelt. Ihre Liebe für die Vögel hat sie schon früh entdeckt. „Wir haben ordentlich Jagdblut in der Familie. Mein Opa war Jäger. Der ist immer mit den Vögeln zur Jagd gegangen.“ Die Zügel rechts in der Hand, den Wanderfalken links auf der Faust – dieses Bild und die Lehre weiterer Mentoren hat sie geprägt und in ihr die Leidenschaft geweckt. Sie reitet seit 23 Jahren. Zwar hat sie ihren letzten Hengst vor drei Jahren abgegeben, dafür aber tummeln sich Frettchen, Stinktier, Hunde und Katzen im und am Haus. Vom Affen bis zum Waschbären, über Fuchs, Igel und Eichhörnchen hat sie alles groß gezogen. Mehr Tierliebe kann nicht sein.
Die Liebe zum Tier ist ihre Leidenschaft, „ohne die es nicht ginge. Ich habe zwar keine Kinder, dafür aber Kinder mit Flügeln“, sagt sie, die gar nicht an einen Urlaub auf den Malediven zu denken wagt. Rund um die Uhr müssen die Vögel gepflegt, gefüttert und trainiert werden. Bei Jungvögeln muss sie nachts alle ein bis zwei Stunden raus. Zur Fütterung geht sie an die Kühltruhe, um gefrostete Eintagsküken, Ratten und Mäuse vorzubereiten – „Grundsätzlich ist alles roh“, schmunzelt die von gesundem Humor geprägte Tatjana Schmücker, die ihre Falknerei seit drei Jahren betreibt. Man spürt den liebevollen Umgang mit den Tieren auf dem großräumigen Freigelände. Es geht eine tiefe Bindung von Mensch und Tier aus. „Wer einmal einer Eule in die Augen schaut, der ist verloren“, ist sie sich sicher und tatsächlich kann man sich dem Blick aus den großen Augen des Bartkauzes nicht verwehren. „Es geht eine Faszination von diesen Vögeln aus. Das kann man nicht erklären. In ihrem Blick ist so ein wahnsinnig tiefes Wissen“, schwärmt sie.
Sieht man sich den majestätischen Gerfalken an, wird einem klar, warum er im arabischen Raum ein Statussymbol ist, zumal er etwa in Dubai gerne zum Fangen von Trappen eingesetzt wird. „Früher wurde er in Gold aufgewogen“, weiß die Falknerin, die über zwei Jahre auf die Prüfung hingearbeitet hat. Nach dem „grünen Abitur“, dem Jagdschein, hat sie bei der Oberen Jagdbehörde dann den staatlich geprüften Titel zur Falknerin erworben. „Das ist noch eimal um einiges schwerer als der Jagdschein“, erinnert sie sich. Doch der hat sich gelohnt, denn sonst gäbe es ein Unikum weniger im NR-Land.
©NeueRegionale 2010
Zeitreise in das Mittelalter
Aerzen.
Einen mittelalterlichen Markt mit Handel, Handwerk und Lagerleben können die Besucher am Wochenende an der Aerzener Domänenburg erleben. Am 11. und 12. September organisiert Alfred Schneider, der beispielsweise auch in der Rintelner Altstadt das Alltagsleben früherer Jahrhunderte durch Schausteller in historischen Kostümen und fast vergessene Handwerkskünste vermittelt, in der Burg das bunte Spektakel.
Der historische Markt findet in der Gemeinde bei freiem Eintritt erstmals statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kultur in der Domänenburg Aerzen. Am Samstag ist um 10 Uhr die offizielle Eröffnung. Eine Führung unter dem Motto „Schöner Ortskern Aerzen“ beginnt um 14 Uhr, ab 15.30 Uhr macht Tatjana Schmücker aus Bad Wünnenberg neugierig auf die Faszination Falknerei und Greifvögel. Ein Ritterturnier für Kinder folgt um 16 Uhr. Der historische Markt ist bis 20 Uhr geöffnet. Der Terminplan am Sonntag – der Markt beginnt um 11 Uhr – sieht folgende Punkte vor: 15 Uhr Greifvogelvorführung mit Tatjana Schmücker, 14 Uhr Kinder-Ritterturnier und 16 Uhr Führung durch das Lager der Eversteiner. An beiden Tagen gibt es während der Marktzeiten Musik und Gaukelei mit der Gruppe „Die Lauten Lümmel“. Für das leibliche Wohl sorgen das Fladenhaus, ein Spanferkelgrill, Brot und Kuchen aus dem Holzbackofen und die Grafentaverne.
© DEWEZET.de 2010
Von Rittern, Gauklern und Burgfräuleins
Bielefeld-Mitte. Historische Bräuche, Zünfte und Gaumenfreuden. "Drei Tage lang können die Besucher ins Mittelalter abtauchen", sagt Hans-Rudolf Holtkamp, Geschäftsführer der veranstaltenden Bielefeld Marketing GmbH. Wegen der archäologischen Ausgrabungen wird das Mittelalterfest zum zweiten Mal auf das Gelände unterhalb der ehrwürdigen Sparrenburg verlegt. "Das neue Konzept am neuen Standort war im vergangenen Jahr ein voller Erfolg", sagt Holtkamp. Und deshalb setzen die Bielefeld Marketing GmbH und die Mittelalter-Akteure von Kramer Zunft & Kurtzweyl die gewaltigen Mauern der Festungsanlage dieses Jahr wieder spektakulär in Szene.
Der neue Standort bietet mehr Platz für ein erweitertes Programm. "Ein kleines Ritterturnier an allen drei Tagen wird wieder ein Höhepunkt des Festes werden", sagt Dr. Annette Klinkert, Projektleiterin von Bielefeld Marketing. "Außerdem zeigt eine Falknerin die Eleganz der Nacht- und Taggreifvögel." Im bunten Marktgetümmel raffinierte Köstlichkeiten schlemmen, künstlerische und handwerkliche Darbietungen erleben und mit Marktleuten eigentümliche Dialoge führen - das Sparrenburgfest bietet wieder ein vielseitiges Programm.
Das Spektakel beginnt am Freitag, 23. Juli, um 13 Uhr, wenn der lang ersehnte Fanfarenton ertönt. Die feierliche Markteröffnung mit Oberbürgermeister Pit Clausen ist um 15 Uhr. Kindelein werden in höfischen Künsten unterrichtet, die Meister zeigen den Tanz der Marktleut, feurige Spectaculi werden geboten und stimmungsvolle Musik ist zu hören. Des Waidwerks königliche Disziplin, die Falknerei, ist an allen drei Festtagen zu bestaunen. Die stolzen Greifvögel treten ehrwürdig in Erscheinung. Zudem erreicht die hohe Zeit der Ritterlichkeit die Gegenwart. Auf dem Turneyplatz tragen Lehnsherren mit Rüstung und Waffenrock spielerische Kämpfe aus. Außerdem bieten eine Puppenbühne und eine Gauklerbühne stets ein buntes Programm.
Auf dem mittelalterlichen Markt können die Besucher den Vertretern der Zünfte wie Schmied, Löffelschnitzer, Töpfer, Korbflechter, Lederschneider, Gerber, Kerzenzieher oder Besenbinder bei der Arbeit über die Schulter schauen. Alles in allem werden rund 50 Marktstände und 200 Akteure auf der Grundlage authentischer Darstellungen und mit viel Liebe zum Detail das Mittelalter wieder lebendig werden lassen. Tickets gibt es an der Tages- bzw. Abendkasse. Im Vorverkauf sind die Eintrittskarten bei der Bielefelder Tourist-Information im Neuen Rathaus am Niederwall 23 unter Telefon (0521) 516999, erhältlich. Dort gibt es auch das detaillierte Programmheft zur Veranstaltung. Darüber hinaus kann es im Internet unter www.sparrenburg.info heruntergeladen werden.
© Bielefeld direkt 2010
BIELEFELD
Hier herrscht das Mittelalter
50.000 Besucher feiern Sparrenburgfest: Mehr Volk, mehr Platz, Mehrwert
VON JENS REICHENBACH
Wie der Krachmacher-Name seiner Band vermutet, so klingt die Sackpfeifen-Musik von TomTom und seinen Bandmitgliedern gar nicht. Unter dem abendlichen Turmschatten der Sparrenburg wussten sie die Menge vor der Bühne nicht nur sprichwörtlich anzufeuern.
Spektakuläre Feuerspeier, flinke Sackpfeifen-Spieler und zahllose "gewandete" Mittelalters-Fans – also Menschen in zeitgemäßer Original-Verkleidung – bestimmen am Abend das Fest auf und vor allem rund um die Bielefelder Sparrenburg. Doch am Tage sind die fröhlichen Ritterspiele in der Hand der Kinder und ihrer Familien. Durch die 2009 von Ausgrabungen erzwungene Ausweitung des Festgeländes vor die Mauern hat das Fest nicht nur an Platz, sondern auch an Attraktionen gewonnen, sagen die Besucher.
"Das Gedränge von früher ist zum Glück nicht mehr so stark", konstatiert eine Mutter, die gerade ihre beiden Kinder an den Beinen der erwachsenen Zuschauern vorbeischleust. Vor der Südmauer der Burg steht gerade Falknerin Tatjana Schmücker und präsentiert ihre sibirische Uhu-Dame Kari mit weit ausgebreiteten Flügeln. Für die Tierfreunde Lena und Joshua direkt am Absperrseil ist es das Hautnah-Erlebnis des Tages. Der mutige Joshua bekommt sogar noch Wüstenbussard Artos auf den Falknerhandschuh geschickt. Mit stolzer Brust und euphorisiert von dieser Begegnung kommt er zurück in die Zuschauerreihen.
"Früher hätte ich sie da nicht sitzen lassen", sagt die Mutter. "Ich hätte Angst gehabt, die Kinder aus den Augen zu verlieren." Aber hier sei das gar kein Problem, weil es nicht so voll ist.
Und dabei zählten die Veranstalter von Bielefeld Marketing rekordverdächtige 50.000 Besucher an den drei mittelalterlichen Festtagen. "10.000 mehr als im Vorjahr", sagt Hans-Rudolf Holtkamp. Vor Jahresfrist hatte man noch aus der Not (der Burginnenhof war wegen der Ausgrabungen gesperrt) eine Tugend gemacht und das Getümmel kurzerhand nach draußen verlegt.
"Auch dieses Jahr hatten wir die meisten Attraktionen vor den Festungsmauern. Und weil eben dort mehr Raum ist, konnten wir wieder die Falknerin und das Ritter-Turnier nach Bielefeld einladen", sagt Holtkamp.
Und tatsächlich stellten der Graf von Berg, der Fürst zu Württemberg und der Erzbischof von Colonia auf ihren Pferden den Action-Höhepunkt des Tagesprogramms dar: Krachende Schilde, berstende Lanzen, galoppierende Rösser und immer auch ein Stückchen Komödie waren genau die richtige Mischung, um Zuschauer bald schon im Gleichklang zu langanhaltenden "Ahhhs" für den Grafen, "Ohhhs" für den Fürsten und "Uhhhs" für den Erzbischof zu motivieren. Wer unter den kleinen Zuschauern nicht vor lauter Anspannung ein Schwert festkrallen konnte, griff nicht weniger konzentriert zum frischen Stockbrot.
Anja Zielke-Hegewald ist mit Ehemann Kai Zielke und den drei Kindern Kian, Ritter Tobias (4) und Burgfräulein Jana (6) eigens aus Bonn angereist: "Ich war vor drei Jahren schon mal hier auf der Burg", sagt der Vater in mittelalterlichem Gewand. "Es hat mir so gut gefallen, dass ich gleich die ganze Familie mitgebracht habe." Ein Ritterschlag für die Sparrenburg. Auch Holtkamp betont: "Trotz der aktuellen Inflation der Mittelalterfeste müssen wir uns keine Sorgen machen. Wir haben diese Burg und das Konzept der Zukunft."
© Neue Westfälische 2010
Witty die Geistreiche
Eule hat einen Namen
Bleiwäsche(sen).
Die neun Wochen alte Schleiereule mit den großen klugen Augen muss nicht länger namenlos durch die Lüfte fliegen. Das WESTFÄLISCHE VOLKS-BLATT hatte gemeinsam
mit der Falknerin Tatjana Schmü-
cker nach einem Namen für das
junge Tier gesucht. Jetzt ist die
Entscheidung auf »Witty« gefallen.
Diesen Vorschlag hatte WV-Leserin Eva-Maria Niewald aus Paderborn gemacht. In Anlehnung an das englische Wort für geistreich fand sie diesen Namen treffend, und er gefiel auch der Falknerin.
Die Entscheidung ist gerade rechtzeitig gefallen. Am Wochenende 4. und 5. Juli ist die Falknerin mit ihrer Greifvogelschau wieder im Aatal zu sehen. Jeweils um 14 und 16 Uhr starten die Vorführungen hinter dem Ponyhof. Natürlich wird dann auch Witty dabei sein, allerdings noch nicht in der Flugshow. Für Eva-Maria Niewald liegen an diesem Tag zwei Freikarten bereit. Sie und alle anderen
Besucher können nicht nur die Flugkünste der Greifvögel bewundern, sondern sich auch über die
Tiere informieren. »Zu unserem Beruf gehört natürlich auch, ein Bewusstsein für unsere heimischen Tiere zu vermitteln. Gerade Kinder wissen manchmal sehr wenig über unsere Greifvögel«, sagt Tatjana Schmücker.
© Westfälisches Volksblatt 2010, Foto Neesen
Zum Nachtmahl eine Maus
Falknerin Tatjana Schmücker hat Zuwachs bekommen – Eulenkinder haben immer Hunger

Von Marion N e e s e n
(Text und Fotos)
B l e i w ä s c h e (WV). Wer kleine Kinder hat, kennt das Leid der schlaflosen Nächte.
Doch wer kleine Eulen hat, der braucht zusätzlich eine ganze Portion Überwindungskraft, die hungrigen Mäuler des nachts zu stopfen. Denn auf dem Speiseplan stehen zerlegte kleine Mäuse und Hühnerküken.
Tatjana Schmücker weiß derzeit ein Lied davon zu singen. Die Falknerin hat Zuwachs bekommen:
sieben Eulenkinder, darunter auch ein Malaien-Käuzchen. Doch die 32-Jährige singt es gern, denn sie liebt ihre Tiere. Viele kennen die junge Frau von ihrer Greifvögelschau, die sie regelmäßig im Aatal in Bad Wünnenberg zeigt.
Auch Tristan und Isolde, die beiden kleinen Sperber-Eulen, sowie Urmel der Malaien-Kauz sollen einmal in ihrer Show mitfliegen. »Das können nur Tiere, die von Hand aufgezogen werden. Frei lebende, wilde Tiere dürfen nicht in einer Show verwendet werden«, sagt die Falknerin.
Doch eine solche Aufzucht verlangt Opfer. »Der Spaß, nachts alle zwei bis drei Stunden aufzustehen und den Vögeln Mäuse und Küken mundgerecht zuzubereiten, hält sich natürlich in Grenzen«, sagt Tatjana Schmücker.
Doch der Appetit ist groß. »Die Jungtiere fressen im Moment zehnmal so viel wie ihre ausgewachsenen Artgenossen«, so die Falknerin. Das sind etwa zehn Mäuse in 24 Stunden. Immerhin muss sie nicht selbst Mäuse jagen. Das Futter wird tiefgefroren aus Holland geliefert.
Zwölf Wochen brauchen die Jungen, bis sie erwachsenen sind,
weitere acht bis zehn Wochen verwendet Tatjana Schmücker auf die Ausbildung der Tiere. In ihrer Schau werden sie Attrappen jagen und schlagen sowie den Zuschauern ihre Flugkünste zeigen.
Insgesamt 14 Greifvögel haben derzeit bei Tatjana Schmücker ihr Zuhause;
darunter Wüstenbussarde, ein Falke, ein Steppenadler und ein Rotschwanzbussard sowie ein sibirischer Uhu.
Auch ein ausgewachsener Malaien-Kauz ist dabei.
Aus riesigen dunklen Augen blickt »Tara« Besucher an und kann bisweilen auch bedrohlich mit dem Schnabel klappern. »Malaien-Käuze können sehr aggressiv werden. Wenn sie ihre Brut verteidigen müssen, gehen sie bis zum Äußersten«, sagt die Falknerin.
Die Tiere leben in Indien, Malaysia oder Thailand. Dort schlagen sie sogar kleine Affen. Der Bartkauz Merlin hat ein unglaublich weiches Gefieder. Ihn zu streicheln, ist ein echtes Aha-Erlebnis. Viele kennen den Bartkauz und sein markantes Aussehen aus Harry-Potter-Filmen. Dort hat er seinen großen Auftritt als Posteule Hedwig.
Um 270 Grad kann das Tier seinen Kopf drehen – da schmerzt schon beim Zusehen der Nacken. Ihre Liebe zu Greifvögeln hat Tatjana Schmücker vor etwa zwölf Jahren entdeckt. Als ein Falkner ihr einen Greifvogel auf die Faust gesetzt hatte, war es um sie geschehen. Seitdem war klar, dass auch sie diesen Beruf ergreifen möchte. Inzwischen ist die 32-Jährige geprüfte Falknerin.
Die Ausbildung ist allerdings nicht leicht. »Die Durchfallquote liegt bei 73 Prozent«, weiß die Bleiwäscherin um die hohen Anforderungen. Mit der Aufzucht der Tiere und den Shows verdient Tatjana Schmücker ihren Lebensunterhalt. Doch die Falknerin nimmt auch verletzte Greifvögel auf oder kümmert sich um Jungtiere, die aus dem Nest gefallen sind. »Häufig rufen Leute an, die hilflose Küken gefunden haben. Die päppeln wir dann auf und entlassen sie möglichst wieder in die Freiheit«, so Tatjana Schmücker. Denn eines wird auch beim täglichen Umgang in Kratzern und Schrammen an den Händen der Falknerin sichtbar:
»Man darf nie vergessen, dass Greifvögel wilde Tiere sind«.
Wer indes in der kommenden Nacht seinem Nachwuchs die Flasche gibt, könnte ja vielleicht einen Gedanken an Tatjana Schmücker verschwenden und kommt sicherlich zu der Erkenntnis: Es könnte schlimmer sein.
Tatjana Schmücker und ihre Greifvögel sind das nächste Mal am 3. und 4. Juli jeweils um 14.30 und 16.30 Uhr im Aatal zu sehen. Weitere Termine sind am 21. und 22. August sowie am 4. und 5. September zur selben Zeit. Treffpunkt ist auf der Wiese hinter dem Tierhaus. Eintritt 3.50 Euro.
© Westfälisches Volksblatt 2010
„Auf das Ihr Eure Geldkassetten öffnet …
Bückeburg (jp). „Volke zu Bückeburg, es sei Euch hiermit verkündet, dass der Markt eröffnet sei, auf dass Ihr Eure Geldkassetten öffnet und einen schönen Tag verleben solltet.“
Mit dem Fanfarenstoß aus der Langfanfare und der anschließenden Ansprache an die Marktbesucher gaben die Mitglieder der mittelalterlichen Musikgruppe Scherbelhaufen aus Halle im Beisein von Bürgermeister Reiner Brombach und Marktorganisator Alfred Schneider den offiziellen Startschuss für den Historischen Markt in Bückeburg.
Zwei Tage lang konnten sich die Besucher bei leider nicht immer sonderlich einladenden Wetterbedingungen in Bückeburgs guter Stube Mittelalterluft um die Nase wehen lassen und zugleich ein umfangreiches Programm bei der Fürstlichen Hofreitschule genießen. Es war das zweite Mal, das sich rund um den Markbrunnen und das Schlosstor eine solche mittelalterliche Marketenderey abspielte. Wurden im vergangenen Jahr noch die 400 Jahre Marktrecht für Bückeburg gefeiert, so stand diesmal der ebenso runde Geburtstag des Reithauses und des Marstalls auf dem Kalender. Grund genug für die Fürstliche Hofreitschule, seit 2004 in dem historischen Renaissance-Gemäuer ansässig, den Geburtstag mit einem großen Jubiläumsprogramm zu feiern.
Beim „Tag der offenen Tür“ konnten die Hofreitschule und das Marstallmuseum bei freiem Eintritt in Augenschein genommen werden. Zwei mal am Tag gab es zudem im Reithaus Reitkunstvorführungen mit den edlen Schulhengsten der Hofreitschule, in historischem Kostüm und mit klassischer Musik. Während die edlen Rössern mit ihren Bereitern im Reithaus alle Augen auf sich zogen, bildeten auf dem Marktplatz Vertreter der Gattung Raubvogel den Hingucker erster Güte: Falknerin Tatjana Schmücker aus Bad Wünnenberg sorgte mit ihren Falken, Bussarden, Uhus und Käuzen für pure Faszination bei den Marktplatzbesuchern, die die gefiederten Luftjäger nicht nur auf dem Arm ihrer Trainerin, sondern auch bei zahlreichen Flugvorführungen bewundern durften.
Einblicke in historische Handwerkskunst boten unter anderem eine Bürstenmacherin, ein Steinschleifer sowie ein Hornschnitzer, die rund um den Marktbrunnen ihre Waren feil boten. Für das leibliche Wohl war umfangreichst mit diversen gebackenen, gegarten und gegrillten Leckereien für jede Geschmacksrichtung gesorgt – den Besuchern gefiel es.
©LANDES-ZEITUNG.de 2010
Rinteln
Bussard hautnah und historische Modenschau
Rinteln (dil/pk). Kirchplatz, Marktplatz und ein Teil der Fußgängerzone entführen an diesem Wochenende in die Welt des Mittelalters. Alfred „Nachtwächter“ Schneider hat den 5. Historischen Markt organisiert und erwartet wieder 5000 bis 10 000 Menschen. Werbung im Radio soll auch Gäste aus Hannover, Minden, Hildesheim und Hameln anlocken. „Da kommen viele jedes Jahr“, weiß Schneider.
Die Feuershow gehört dazu – diesmal wird sie allerdings am Samstagabend erstmals von einer Frau präsentiert. Foto: Archiv/tol
Bereits zum vierten Mal sind die Wikinger aus dem Kreis Hameln-Pyrmont dabei, aber es gibt auch viel Neues. 60 Stände locken, die Betreiber kommen bis aus Ungarn, den Niederlanden, Tschechien und Polen. Und der Rintelner Einzelhandel lockt mit einem verkaufsoffenen Sonntag und attraktiven Angeboten von 14 bis 18 Uhr zum Einkauf in die Stadt.
Vom Schmied bis zum Steinschleifer, vom Seifenhersteller bis zum Hornschnitzer, vom Gewandschneider bis zum Töpfer gibt es Dinge zu bewundern und zu kaufen. Bogenbau und Bogenschießen, Kinderanimation und Armbrustschießen – für jede Altersklasse ist etwas dabei. Auch im Axt- und Messerwerfen können Besucher sich üben. Ein Mäuseroulette bietet Gewinnchancen.
„Ansgar der Spielmann“ wird mit handgemachter Musik und Geschichten das Publikum unterhalten. Und eine historische Modenschau durch die Epochen zeigt am Sonntag um 14 Uhr anschaulich die Verschiedenheit der Materialien und Modetrends der Vergangenheit auf – von den Auswanderern nach Amerika aus dem 19. Jahrhundert. Begleitet wird dies alles von historischen Tänzen und einer Feuershow (Samstag um 19 Uhr), die erstmals von einer Frau aus dem Wikingerlager präsentiert wird. Noch größer und schöner als im vergangenen Jahr soll das Wikingerlager auf dem Kirchplatz werden, dazu gibt es ein Lager der Freien Söldnergilde Schaumburg. Dort gibt es auch Führungen.
Als besondere Attraktion gilt in diesem Jahr die Falknerin Tatjana Schmücker. Sie kommt mit ihrer Crew von vier bis sechs Leuten und mit mehreren Greifvögeln, um Flugvorführungen ihrer Vögel darzubieten (jeweils mittags und gegen 15 Uhr). Außerdem können Besucher die Greifvögel auch mal hautnah erleben und sogar anfassen, erläutert Schmücker. „Und ein Geburtstagskind, das wir auslosen werden, darf sich in unserer Show den Wüstenbussard auf die Faust fliegen lassen“, kündigt Schmücker an. Ferner kann sich jeder für vier Euro mit dem Vogel auf der Faust fotografieren lassen. Zudem gibt es viel Wissenswertes zu erfahren.
Neu ist diesmal auch eine Frau, die aus Tarot-Karten die Zukunft liest.
Hunger und Durst braucht niemand zu leiden. „Wir haben einen Spanferkelgrill, Spareribs und Chili con Carne, Knoblauchbrot, süße und deftige Fladen, Kartoffelspalten mit verschiedenen Zutaten und Leckeres aus dem Holzbackofen im Angebot“, zählt Schneider auf. „Ein Bäcker wird sogar seinen Teig vor Ort kneten.“ Vor der Engel-Apotheke steht die Grafen-Taverne mit einer breiten Auswahl an Getränken.
Die Marktzeiten sind am Samstag von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt zum Markt ist wie in den vergangenen Jahren frei. Organisiert wird der historische Markt von Rintelns „Nachtwächter“ Alfred Schneider, Pro Rinteln“ und der Stadt Rinteln.
©SchaumburgerZeitung.de 2010

Flöhe, Eulen, Gaukler und Rittersleut': Die Rattenfängerstadt ist an diesem Wochenende ins Mittelalter zurückgefallen - Mystica Hamelon
Hameln (wbn). „Mystica Hamelon“ – das große Mittelalterspektakel in der Hamelner Innenstadt. Gestern eröffnet, findet die Spaß-Veranstaltung für Jung und Alt heute ihre Fortsetzung.
Heute und am morgigen Sonntag sind zwischen 10 Uhr und 21 Uhr Musik- und Feuershows, große Ritterlager, Falknerei und Badehaus zu sehen. Mittelalterliches Treiben also, wie es einst auch innerhalb der historischen Stadtmauern in der legendären Rattenfängerstadt stattgefunden hat. Dazu gehört auch das Fechttheater Gambit mit seinem Programm „Schach auf Leben und Tod“. Virtus Vincit tritt mit historischer Musik auf, ebenso Schabernack – und auf den Straßen an verschiedenen Stellen sind Hans Nuss der Bettler sowie Gilbert mit dem Floh Fivin unterwegs.
(Zum Bild: Falknerin mit eindrucksvoller, buchstäblich handzahmer Eule vor der Hochzeitshausterrasse. Heute und morgen sind in der Innenstadt von Hameln allerhand wundersame Gestalten zugange. Foto: Lorenz)
Sollte der Floh zu einem neuen unfreiwilligen Gastgeber übergesprungen sein, dann sollte dieser dem Juckreiz widerstehen und das liebe Tierchen dem Hamelner Stadtmarketing zurückgeben. Für den morgigen Sonntag hat das Hamelner Stadtmarketing eine besonders gute Nachricht für alle Autofahrer parat: In allen Parkhäusern der Innenstadt darf gratis geparkt werden.
©Weserbergland-Nachrichten.de 2010
Mittelalter zum Anfassen
01.03.2010 - WIESBADEN
Von Anja Baumgart-Pietsch
MARKT Mit Römern, Schweinebraten und Fegefeuer durch die Zeit reisen / Erlös für Haiti
Mit dem großen Mann im Römer-Kostüm lassen sich Kinder gerne fotografieren. Andere probieren neugierig die leckere Moretum-Paste aus Schafskäse, Knoblauch und Kräutern oder Eier mit Honig-Pinienkern-Sauce, die der Verein Vicus Aquae Mattiacorum an seinem Stand anbietet. Von den Römern geht es auf dem Mauritiusplatz rasant ins Mittelalter: Besucher können deftige Speisen probieren, Schmuck kaufen oder die Greifvögel der Falknerei Bad Wünnenberg bewundern. Gleichmütig gucken die Uhus, Bussarde und Falken ins Publikum, lassen sich bereitwillig anfassen und fotografieren. Gegenüber gibt´s Met und Wein mit originellen Etiketten wie "Fegefeuer" oder "Pilgerblut" zu erwerben, ein Schwein am Spieß dreht sich auf dem rauchenden Grill und Musiker spielen Weisen vergangener Jahrhunderte auf historischen Instrumenten.
Der erste Mittelaltermarkt des Vereins Pro History in der Wiesbadener Innenstadt findet bei den Passanten guten Anklang. Sylvia Gottschild, die viele solcher Schauen organisiert, freut sich - noch mehr als sonst, weil der Reinerlös der Veranstaltung nach dem Erdbeben auf Haiti für die Katastrophenhilfe gespendet werden soll. "Wir organisieren öfter was für einen guten Zweck", sagt sie und verweist auf den nächsten Markt in der Region, der Anfang April in der Kasteler Reduit stattfinden wird und dessen Erlös dem Kinderhospiz Bärenherz gespendet wird. Für Haiti hat Pro History in diesem Jahr aber noch mehr vor: "Ich möchte noch drei bis vier Märkte, nicht nur in Wiesbaden, organisieren, wir haben mit der Diakonie-Katastrophenhilfe einen starken und erfahrenen Partner, der im Süden von Haiti ein Kinderheim und eine Schule erbauen will", sagt Sylvia Gottschild, der das Schicksal der Jungen und Mädchen auf der zerstörten Insel besonders am Herzen liegt, "Ich bin schließlich selbst zweifache Oma."
Christiane Mitsch, die im Auftrag der Diakonie-Katastrophenhilfe über das Hilfsprojekt informiert und mit der Sammelbüchse herumgeht, freut die Initiative des Geschichts-Vereins. Obwohl die Besucher, so hat Mitsch beobachtet, eher per Zufall auf die caritative Ausrichtung des Marktes aufmerksam werden.
"Die Aussteller", sagt Sylvia Gottschild, "waren gerne bereit, am Wiesbadener Markt teilzunehmen." Auch Oberbürgermeister Helmut Müller besuchte die Veranstaltung, und mit der städtischen Unterstützung ist Gottschild sehr zufrieden. "Wir würden das gerne wiederholen", betont sie und überlegt, ob man den Markt im Zeichen Wiesbadens römischer Vergangenheit stärker auf diese Epoche ausrichten könnte. Mit dem Verein Vicus Aquae Mattiacorum habe man vor Ort einen Partner, und auch eine Zeitreise durch verschiedene Jahrhunderte sei für Pro History denkbar.
©2010 Wiesbadener Tagblatt
Spanferkel, Fassbrause und Parfüm
Einen schönen Bericht über den Mittelaltermarkt finden Sie hier, auf Berichte der Vorwoche klicken und dann links im Menue "Mittelaltermarkt" wählen. Achtung, der Film wird nur zeitlich begrenzt zur Verfügung stehen.
Mittelaltermarkt in rustikalem Ambiente lockt mehr als 5000 Besucher ins Gastliche Dorf Von Jürgen Spies (Text und Fotos)

Delbrück/Hagen (WV). Dieser Versuch hat sich gelohnt, die Premiere ist geglückt: Die mittelalterliche Interessen-gemeinschaft »Delbrücker Tross« hat bei ihrem Wagnis, erstmalig einen Mittelaltermarkt mitten im Winter zu veranstalten, keinen
Schiffbruch erlitten. Der zweitägige Markt im »Gastlichen Dorf« in Sudhagen stieß auf große Besucherresonanz.
"Merlin mach die Flügel auf!" der Stattliche Bartkauz auf der Faust von Falknerin Tatjana Schmücker aus Bad Wünnenberg gehorcht und findet offenbar sogar Gefallen daran, sich in Pose zu zeigen. Tatjana Schmücker besitzt mehrere Greifvögel und zeigt sie auf vielen Mittelaltermärkten.
Mittelaltermärkte sind derzeit groß in Mode. Die sommerliche Variante, die der »Delbrücker Tross« seit einigen Jahren auf dem Hof Kersting in Lippling organisiert (das WV berichtete mehrfach), steht dafür als gutes Beispiel. Doch ob ein solcher Markt auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und noch darunter ebenfalls funktioniert, also Interessierte anlockt, konnten die Tross-Mitglieder und mit ihnen alle Lagerteilnehmer, Aussteller und Künstlergruppen nur hoffen.
Die Erwartungen wurden jedoch übertroffen. Mehr als 5000 Besucher kamen an den beiden Tagen insgesamt.
An der Kasse am Eingang bildeten sich zeitweise Warteschlangen.
Als ideal erwies sich der Austragungsort, das rustikale Ambiente in der urigen Fachwerkhauskulisse des »Gastlichen Dorfes« in Sudhagen. In den Betreibern Wiltrud Antpöhler und Reinhard Schulte fanden der Tross und die Mitwirkenden interessierte Partner.
Mariella Bousabarah, Leiterin der Gruppe »Sud Ayroun« aus Lippstadt (Orientalischer Tanz in vielen Facetten), sprach das aus, was wohl alle Lagerteilnehmer dachten: »Das ist wirklich toll hier. Wunderschön. Perfekt für einen solchen Markt im Winter«.
Während im Vierständerbau Westermeier Spielleute im Stil des Mittelalters musizierten, Dudelsäcke und Trommeln ertönten, berichtete Mariella Bousabarah weiter, warum es ihr und ihren Bekannten auf Mittelaltermärkten so gefällt: »Man schlüpft in eine Art Parallelwelt und trifft immer nette Leute, man sieht lachende Gesichter, es geht ungezwungen zu – wie in einer großen Familie, ganz locker«. Das kann auch »Monakira« (bürgerlich Monika Liesenfelder), Leiterin des Tribalstamms »MonakiRa« aus Balve bestätigen: »Ich
finde den Zusammenhalt unter der Mittelalterfreunden schön. Vielfach wird einfach improvisiert, auch bei unseren Tänzen«, erzählt die Tribaltänzerin. Tribal Dance ist eine relativ neue Unterart des orientalischen Tanzes, die immer mehr Anhänger findet.
Auf dem weitläufigen Außengelände des Gastlichen Dorfes waren beim Winter-Mittelaltermarkt etwa 50 Stände aufgebaut worden.Der Termin im Winter führte dazu, dass jetzt auch Marktbeschicker aus weiten Teilen Deutschlands nach Sudhagen kamen, die sonst manchmalschon auf Jahre hinaus ausgebucht sind. Es waren aber auch etliche Händler, Handwerker, Musikanten dabei, die schon den Delbrücker Mittelaltermarkt im Sommer zu schätzen gelernt haben. Das Angebot umfasste praktisch alles, was sich mit dem Mittelalter in Verbindungbringen lässt, wie etwa Lederwaren, Rentierfelle, Schaffelle, Korbwaren, Textilien, einfachstes Holzmobiliar und derbes Holzbesteck,Schwerter, Schilder und Rüstungen, Zinnwaren, Weine, Bogen im traditionellen Bogenbau gefertigt sowie viele andere Gebrauchs- undSchmuckgegenstände. In der Luft lag ein ganz besonderer Duft - eine Mischung aus dem Rauch der offenen Lagerfeuerstellen, Seifen aus der
Manufaktur, mittelalterlichen Parfümerieartikeln, aber auch aus brutzelnden Spanferkeln, süffiger Fassbrause und Met, deftiger Kost und anderem mehr.
Am Abend, im warmen »Gastlichen Dorf«, freuten sich die Beschicker über ein Rittermahl.
Der Sommer-Mittelaltermarkt wird am 7. und 8. August in Lippling ausgerichtet.
© Westfälisches Volksblatt 2010