Hier stelle ich Ihnen einige ausgewählte Beiträge in den Medien vor.

2011

Ritter, Gaukler und fahrende Händler

Rheine. Ritter, Falkner und Händler hatten am vergangenen Wochenende im Salinenpark in Bentlage ihr Lager aufgeschlagen. Besucher konnten am Samstag und Sonntag authentische Kleidung aus dem Mittelalter bewundern, Falknern und ihren Greifvögeln bei der Arbeit zusehen und spannende Ritterkämpfe und Feuerspiele verfolgen. Viele Händler boten handgefertigte Waren wie Schmuck, Waffen oder Kleidung an.
Ungefähr 30 verschiedene Lager bildeten das mittelalterliche Dorf. In den authentischen Zelten und Behausungen arbeiten und schlafen die Handwerker, Künstler - Groß und Klein.

Ein Lager besteht aus zwei bis 15 Personen. Da gibt es Wikinger-Lager, die der Besucher an den Zelten, an deren Spitze sich Holzstämme kreuzen, erkannte. Wikinger waren beim Mittelalterfest besonders häufig vertreten gewesen. Sie trugen Metall-Ketten am ganzen Körper und lieferten sich zwischendurch auch ein kleines Kämpfchen. Das Besondere: sie benutzten dabei keinerlei Waffen.
Die Kilt-tragenden Männer gehörten natürlich zu den schottischen Lagern. „Wir wollen möglichst das komplette Mittelalter abdecken“, erzählt „Hexe“ Ulrike Hollands. Sie gehört zur Gruppe der „Zaunreiter“ und organisierte zusammen mit ihrem Mann Stefan und der Bentlage gGmbh das mittelalterliche Fest. Jedes einzelne Lager spiegele eine bestimmte Zeit, Lebensweisen und Traditionen wider. Einfache Leute, Hexen und Ritter zeigten im Dorf wie sie ihr Schuhwerk herstellen, wie sie schmieden, kochen, kämpfen und leben.

Da wurden gefertigte Waren mit viel Marktgeschrei feilgeboten und Künstler verblüfften das Publikum. Waffenschmiede zeigten ihr Können ebenso wie Bogenmacher und Zinngießer. Falkner präsentierten ihre Greifvögel und erzählten Anekdoten. „Vertrauen ist sehr wichtig“, sagte Falkner Alexander Schartmann und strich über das Gefieder seines Steinadlerweibchens „Lara“. als das stolze Tier unruhig wird, stülpt er dem Vogel eine perfekt passende Haube auf. So kann Lara sind sammeln und wieder zur Ruhe kommen. Auch Tatjana Schmücker kennt sich mit Steinadlern aus. Auf dem Arm trug sie einen sibirischen Uhu, dessen leuchtend orange Augen die Umgebung aufmerksam prüfen. Für ihre Falknershow hat sie Käuze, Eulen und Uhus mitgebracht.

Mehrmals am Tag kreuzte eine wilde Horde von Schwertkämpfern die Bahnen der Besucher. „Gibt das Gold wieder her“, schrie der eine. „Hol es dir doch“, brüllte der andere zurück. Im nächsten Augenblick stürmten die befeindeten Gruppen mit lautem Kampfgeschrei, mit Schild und Schwert, entgegen. Es gab einen kurzen aber heftigen Kampf. Zum Schluss lagen mehr geschlagene Kämpfer auf dem Boden, als auf den Beinen standen. Dann aber, als der Kampf entschieden war, regten sich die „toten“ Ritter. Alles nur ein Spiel, aber so in etwas könnte es früher abgelaufen sein. Der Kampf hat gefallen: Viele kleine Besucher rannten mit Holzschwertern über das Festgelände.

Für den Besucher besonders reizvoll: Das Mittelalter wurde in allen seinen faszinierenden, aber oft auch dunklen Aspekten dargestellt - hier das lebhafte Treiben in den Garküchen, dort brutale Kämpfe zwischen verfeindeten Rittern. Besonders in den Abendstunden lohnte sich ein Besuch, als Feuerspiele mit Fackeln die Szenerie beleuchteten.

Für das leibliche Wohl sorgen das Café Klostergarten mit Selbstgebackenem und Gegrilltem sowie mittelalterliche Garküchen mit Spanferkel, Kräuterfladen, Met und vielen weiteren Leckereien.

© Text und Bild: Münsterländische Volkszeitung 2011


 

Zeitreise in die Epoche der Ritter und Gaukler

Rheine. Wilde Schwertkämpfer, holde Jungfrauen, fahrende Händler - der Salinenpark war am Wochenende ganz in den Händen solch illustrer Gäste beim mittelalterlichen Salinenfest des Kloster Bentlage.

Von Axel Engels

In gar friedlicher Manier hatten sich die Freunde mittelalterlichen Lebens ihr großes Heerlager auf der großen Wiese aufgeschlagen, boten zur besten Unterhaltung der vielen Besucher ihre Künste dar und Waren an. Im farbenprächtigen Bild der authentischen Bekleidungen fehlte weder Bettelmönch noch Minnesänger, erfreute der Balu der Barde mit Musik und Tischzaubereien.

Greifvögel ganz nah

Wer mutiger war, besuchte die Falknerin Tatjana Schmücker, ließ sich von ihr gar einen Greifvogel auf die Hand setzen. Stilecht gekleidete Herren mit lebenden Frettchen hatten aber viel über ihre kleinen Jagd-Gefährten zu erzählen. Fahrende Händler boten unter lautem Marktgeschrei ihre Waren an. Vom Schmuck über Bögen, Eisenwaren, Kleidung bis zum betörenden Getränk gab einfach alles an, was das Herz begehrte.

Verwirrte Sinne

Wer es etwas derber wünschte, genoss vielleicht die kulinarischen Köstlichkeiten von der "Sau am Spieß" aus der Garküchen oder probierte im Schatten der Saline ein schwarzes, die Sinne verwirrende Gebräu.

Die vielen Handwerker weckten großes Interesse bei den Besuchern. Denn anders als bei kommerziell orientierten Märkten wie in Telgte ging es hier eben um die Pflege und Weitergabe alten Wissens und handwerklicher Fertigkeiten. Die Besucher bekamen so einen umfassenden Einblick in die damalige Zeit.

In der Salzwerkstatt und im Salinenpark gab es daneben viele Mitmachaktionen für die ganze Familie wie Salz sieden oder im Lehmofen erhitztes Eisen schmieden.

"Brot und Spiele" gab es an diesem Wochenende in vielfältiger Art. Geschichtenerzähler entführten in das Land der Fantasie, Zauberer verwirrten mit ihren Illusionen und Tricks, sogar ein Mäuselabyrinth gab es zum Vergnügen der jüngeren Marktbesucher.

Gefürchtete Waffen

Das Bogenschießen konnten die Besucher unter versierter Anleitung ausprobieren. Als Waffe war auch die Armbrust damals gefürchtet. Besondere Vorsicht im Umgang mit ihr zeigte daher Jos vom Eichsfeld, dessen Schießstand nur einen "Konkurrenten" bundesweit hat.

Mit Schwert und Schild bewaffnet zeigten die Zaunreiter in wilden Kämpfen ihre Künste. Da floss glücklicherweise kein Blut, aber spannend war es trotzdem. Die Mittelalter- Band "Forum Porcina" bot zusammen mit den Tänzerinnen ein farbenfrohes Bild, spielten einen bunten Mix von schottischen bis orientalischen Weisen mit Dudelsäcken, Trommeln, Drehleier und Trumscheit.

Feurige Show

Im Dämmerlicht wirkte die Tribalicios Tribal-Style-Dance mit Feuerfächern ganz intensiv. Der Feuerspucker verblüffte mit seiner gefährlichen Kunst und die Funken flogen bei den rasanten Bewegungen.

© Text und Bild: Münstersche Zeitung 2011


 

Spektakel am Wasserschloss

Ovelgönner Tage noch bis 19. Juni / Mittelalterliches Fest zum Abschluss

VON NICOLE SIELERMANN 

Bad Oeynhausen-Eidinghausen (va). Die Premiere im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg. Deshalb laden auch in diesem Jahr der Freundeskreis Wasserschloss Ovelgönne und die Corona Historica gemeinsam zu den Ovelgönner Tagen ins Wasserschloss ein. Noch bis zum 19. Juni heißt es Singen, Schlemmen, Schauen.

Der Shanty-Chor "Kliffkiekers" aus Herford gibt am heutigen Mittwoch, 15. Juni, um 19.30 Uhr ein Konzert und bietet ein Programm von Binnenland und Waterkant.

Eine Führung durch das Wasserschloss wird am Donnerstag, 16. Juni, ab 15.30 Uhr angeboten. Erzählt werden interessante Geschichten aus der Vergangenheit.

Den Plattdeutschen Gottesdienst am Freitag, 17. Juni, 18 Uhr gestaltet Pastorin Engelbrecht aus Gütersloh, für die musikalische Untermalung sorgt der Posaunenchor des CVJM Eidinghausen.

Falknershow mit acht Tieren

Zum Abschluss der Ovelgönner Tage steigt am Wochenende 18. und 19. Juni das "Schloss-Spektakel" mit einem mittelalterlichen Markt. Neu sind in diesem Jahr die Falknershow mit insgesamt acht Tieren sowie Böttcher Stefan Hanko, der seine Handwerkskunst vorführt. Falknerin Tatjana Schmücker aus dem Aatal bei Bad Wünnenberg hat ihre 27 Greifvögel und Eulen selbst aufgezogen und damit eine besondere Bindung zu ihren "Kindern mit Flügeln", wie sie es selbst schildert.

Wieder nach Eidinghausen kommen die "Maerkische Taverne" mit Porter (Bier) vom Fass. Beginn des Spektakels ist Samstag, 18. Juni, um 14 Uhr, dann öffnet auch das Schloss-Café. Das lädt ebenso zum Schlemmen ein wie die Bräterei.

Geöffnet ist der Markt am Samstag, 18. Juni, bis 23 Uhr, am Sonntag, 19. Juni, von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet zwei Euro, Kinder haben freien Eintritt. Zu den Höhepunkten beim Historischen Markt zählen Henning der Barde, eine Schwertkampfschau und die Feuerschau der Gruppe Danse Infernale.

Zum Abschluss der Ovelgönner Tage startet am Sonntag, 19. Juni, zudem die Oldtimer-Rallye durch den Mühlenkreis am Schloss. Insgesamt 40 historische Fahrzeuge können ab 10 Uhr im Ovelgönner Schlosspark bewundert werden, bevor gegen 11 Uhr der Startschuss für die Rundfahrt fällt.

© Text und Bild: Vlothoer Anzeiger 2011


 

Tierisch was los im Aatal - Eulennacht mit der Falknerin 

 

Bad Wünnenberg (Kreis Paderborn) - Familien, Wanderer, Gäste und Einwohner erwartet am Samstag, dem 21. Mai 2011 wieder ein tierisches Highlight im Aatal. Falknerin Tatjana Schmücker führt in der „Eulennacht“ ihre vielfältige Auswahl an Eulen vor.

Die verschiedensten Eulen werden vorgestellt, von der größten Art bis hin zur kleinsten Art, aber auch seltene Arten wie der Blassuhu oder der Malaienkautz werden vorgestellt. Ebenso mit dabei sind einige Jungeulen mit flauschigem Gefieder.

Die Veranstaltung startet um 18 Uhr und endet circa gegen 20 Uhr. Weitere Termine mit Flugvorführungen gibt es dann in den Sommerferien 2011. Langfristig wird in den Ferien der Mittwoch der feste „Falknereitag“ im Aatal.

Treffpunkt und Ort der Veranstaltungen ist die Wiesenfläche im Naturerlebnis Aatal am Aatalhaus und am Paddelteich in Bad Wünnenberg. Die in der Flugschau zu bewundernden Tiere wurden speziell für diese Aufgabe ausgebildet und werden unter fachkundiger Anleitung der Falknerin dem interessierten Publikum vorgestellt. Bei den Vorführungen werden weitere spannende Informationen über das Verhalten, die falknerischen Trainingsmethoden, die Haltung, die Ausrüstungsgegenstände eines Falkners, die Fütterung, die Beutetiere und deren Lebensumstände zu erfahren sein.

Die Falknerin Tatjana Schmücker und Frau Vera Lina Schütz von der Bad Wünnenberg Touristik GmbH hoffen auf viele neugierige und interessierte Besucher bei der „Eulennacht“ im Aatal. Der Mitmachtarif bei den Vorführungen beträgt für Erwachsene 3,50 € und für Kinder bis 14 Jahren 2,50 €. Individuelle Gruppenbuchungen für Vereine, Schulklassen, Kindergärten, Kindergeburtstage sind außerdem möglich. Weitere Informationen und den aktuellen Flyer und die Terminvorschau gibt es bei der Bad Wünnenberg Touristik GmbH unter 0 29 53 / 99 88 0.

© Text und Bild: Paderborner Blatt 2011


 

»Zeitsprung ins Mittelalter« - Murginsel in Gernsbach wird zum Mittelaltermarkt

Viele tausend Besucher erleben historisches Spektakel bereits zum dritten Mal

Lockere sechshundert Jahre in die mitteleuropäische Vergangenheit springen - das konnten am Wochenende die vielen tausend Besucher beim historischen Markttreiben auf der Murginsel in Gernsbach. Die Veranstalter haben sich diesen Platz ganz bewußt ausgesucht.

Die Murginsel bietet weitläufige Wiesenflächen, gerade richtig für die Ritter vom Apostata Equitis-Lager. Für ihre Angst einflößenden Kampfvorführungen brauchten sie viel Platz. Ebenso kraftvoll und auch nicht ungefährlich war die Greifvogelschau, die Trainerinnen zeigten Bussarde, Eulen und Falken bei der Jagd.

Wer sich auf Mittelalterfans einläßt erkennt schnell, dass sie sich gerne einer eigentümlichen Sprache bedienen. Carolan Lieb, er ist Organisator des "Zeitsprungs ins Mittelalter", verrät uns, warum diese mitteldeutsche Mundart, die zum Teil aus Elsass-Lothringen aber auch aus Holland stammt, nicht als heutige Marktsprache geeignet ist.

Den Zeitsprung ins Mittelalter gibts hier in Gernsbach bereits zum dritten Mal, jedes Jahr kamen Neuerungen hinzu. Seit über zwanzig Jahren veranstaltet Carolan Lieb Mittelalterfeste, am Anfang war es schwer an historisch gesicherte Informationen über den Alltag im Mittelater zu kommen.

Und so kommt auch der Ritter am Ende des Tages wieder in der Neuzeit an. Der Zeitsprung ins Mittelalter wird im nächsten Jahr wegen des großen Erfolges auf vier Tage verlängert.

© Text und Video: Baden-Baden.tv 2011


 

Mittelaltermarkt in Kastel 

Spektakel mit Rittern 

Allerlei Tand und Talmi wartet beim Mittelaltermarkt in derReduit am Kasteler Rheinufer auf die Besucher.  Aber sie bekommen auch filmreife Schaukämpfe von "echten" Rittern geboten. 

Mit lautem Gebrüll stürzen sich die zwei Ritter in den Kampf. Schwerter klirren gegeneinander. Am Ende geht einer zu Boden, der andere triumphiert. Drumherum stehen Zuschauer und staunen angesichts des filmreifen Schaukampfs. Die beiden Recken sind tschechische Stuntmen, die auf dem Mittelaltermarkt in der Reduit am Kasteler Rheinufer auftreten.

Das rot-weiße Zelt am Rande des Platzes gehört zum Lager der „Kronsberger“, einer wohlhabenden Tuchhändlerfamilie. Neben der rauchenden Feuerstelle stehen Töpfe und eine Kanne, unter einem Sonnensegel sitzen sechs Frauen und Männer zwischen 16 und 60 Jahren in spätmittelalterlichen Gewändern. Auf den hölzernen Bänken liegen Felle, auf dem Tisch stehen irdene Becher. Die Gruppe stellt das Alltagsleben einer Kaufmannsfamilie um 1485 auf Handelsfahrt dar.

Kochen nach alten Rezepten

Dazu gehöre auch, den Marktbesuchern Einblicke in die damalige Küche zu geben, sagt „Bruder Sebald“, der die Kutte eines Franziskaners trägt und im herkömmlichen Leben selbstständiger Informatiker ist. „Viele kennen ja nur noch Gewürze aus der Dose.“ Beim Schaukochen erläuterten sie daher mittelalterliche Garmethoden, Rezepte und Zutaten, erzählt Bruder Sebald weiter. „Pfeffer war höllisch teuer, auch Ingwer und Zimt konnten sich nur reiche Kaufleute leisten.“

Die Hobbygemeinschaft aus Hannover existiert seit 2004. Seit fünf Jahren fährt sie „quer durch die Lande“, um aktiv am Marktgeschehen teilzunehmen. „Wir machen das auch, um zu zeigen, dass man am Wochenende noch etwas anderes machen kann, als sich an den Baggersee zu legen“, sagt Sebald. Er sei gern an der frischen Luft, schätze den Zusammenhalt der verschiedenen Gruppen und das gemeinsame Feiern abends.

Seine Tochter und seine Lebensgefährtin hat er mit seiner Begeisterung für das Mittelalter angesteckt. „Viele belächeln uns“, weiß „Wiebke“, die als Schwägerin des Tuchhändlers ebenfalls zu dessen Haushalt zählt. Andere fänden ihre Darstellung aber auch toll. „Wie führen ein offenes Lager, jeder kann zu uns kommen und es sich anschauen.“ Am Nachmittag wollen sie noch gemeinsam in den großen Badezuber im Innenhof der Reduit steigen. „Da machen wir noch ein bisschen Gaudi fürs Publikum“, sagt Sebald, „erfrischend ist es auch.“

Blütenbad im großen Zuber

Der mittelalterliche Badezuber gehöre zu den neuen Attraktionen auf dem Markt, sagt Veranstalterin Sylvia Gottschild. Wie damals sei er ein gesellschaftlicher Treffpunkt, der Bader reiche zum Blütenbad Getränke. Ebenfalls zum ersten Mal dabei ist die Falknerin Tatjana Schmücker mit ihren elf Greifvögeln. Wer mag, darf einen Vogel für vier Euro sogar einmal auf den Arm nehmen.

Die Falknerin steht mit ihrem Zelt außerhalb der Reduit, denn der Mittelaltermarkt ist im Verlauf von vier Jahren doppelt so groß geworden und umfasst nun 100 Zelte und Stände. Den durchschnittlich 10000 bis 12000 Besuchern bieten sich viele Möglichkeiten, Geld auszugeben: vom Bogenschießen übers Kartenlegen bis zu allerlei Tand und Talmi. Einzig an Toiletten mangele es, klagt eine Besucherin. Ein Toilettenwagen für so viele Menschen sei viel zu wenig. Auf manchen Komfort wollen eben selbst Mittelalterfans nicht verzichten.

© Text und Bild: Frankfurter Rundschau 2011 


 

Ein Federknäuel zum Verlieben

Milchuhu »Milky Way« ist neuer Liebling der Falknerin - Ostern ist im Aatal jede Menge los

Federknäuel Milky Way ist der neue Star der Familie. Seine Augenlider, die er weise über die riesigen Augen schlägt, werden einmal ganz rosa sein, verspricht Tatjana Schmücker

Bleiwäsche (WV).Tatjana Schmücker hat einen neuen Liebling. Der watteweiche Milchuhu »Milky Way« ist derzeit der Star unter den 29 Greifvögeln der Falknerin aus Bleiwäsche. Kein Wunder, dass »Kari«, der ausgewachsene sibirische Uhu, dem Neuankömmling so manchen scheinbar bösen Blick zuwirft.

Der sechs Wochen alte Milch- oder Blassuhu fordert die ganze Aufmerksamkeit der Falknerin. Beheimatet sind Milchuhus eigentlich in Afrika. In Deutschland gibt es nur sechs Züchter und neun Brutpaare, die jeweils nur ein bis zwei Eier im Jahr legen. »Milky Way ist daher etwas ganz Besonderes«, sagt Tatjana Schmücker und schaut liebevoll auf das weiche Federknäuel. Noch ist der junge Uhu nicht flügge, doch ausgewachsen wird die Spannweite seiner Flügel 1,65 Meter betragen. Am morgigen Karfreitag bringt Tatjana Schmücker den jüngsten Spross der Bleiwäscher Greifvögelfamilie mit ins Aatal. Zwar wird Milky Way noch nicht in den Flugshows (14 Uhr und 15.30 Uhr) dabei sein, doch soll er sich schon mal ein bisschen an alles gewöhnen.

Tatjana Schmücker ist ausgebildete Falknerin und möchte mit ihren Vorführungen am Aatalhaus Kinder und Erwachsene für die wunderbare Welt der Greifvögel sensibilisieren. »Unsere Vögel stammen alle aus Züchtungen und wurden nicht gefangen«, betont die Bleiwäscherin, die auch in Schulen und Kindergärten Aufklärungsarbeit leistet sowie Falknertage anbietet. »Greifvögel sind keine Kuscheltiere, es ist ganz wichtig, das zu erkennen«, sagt Tatjana Schmücker, die in ihrer Station auch verletzte Tiere wieder aufpäppelt. »Durch die Arbeit der Falkner konnte der Uhu von der roten Liste gestrichen werden«, sagt sie. Er sei zwar noch immer vom Aussterben bedroht, aber eben nicht mehr so akut.

Auch Kari, deren keltischer Name »Tochter des Windes« bedeutet, wird am Karfreitag wieder im Aatal sein. Sie ist längst zum Liebling der Kinder geworden. Die staunen nicht schlecht über den starren Blick der orangefarbenen Augen. »Uhus können zwar ihre Augen nicht bewegen, dafür aber den Kopf um 270 Grad drehen«, erklärt die Expertin. Das liegt an den 14 Halswirbeln. »Wir Menschen haben nämlich nur sieben«, so die Falknerin. Der sibirische Uhu ist die größte Eulenart weltweit, sie bringt es auf 1,80 Meter Spannweite. Kari kann immerhin 4,2 Kilo schwer und 60 Jahre alt werden. Doch nicht nur wegen der Falknerin lohnt sich an den Feiertagen ein Besuch im Aatal. Die Bad Wünnenberg Touristik bietet von Karfreitag bis Ostermontag zudem Kutschfahrten durch die idyllische Bad Wünnenberger Natur an. Doris Schnelle, ausgebildete Wanderrittführerin, betreut die Kutschfahrten, die ab Mitte Mai auch für Rollstuhlfahrer mit Begleitpersonen möglich sind. Die Kosten für die Kutschfahrten in der Osterzeit betragen fünf Euro. Start- und Zielpunkt ist der Waldparkplatz »Am Mohnberg«.

Wer die Kutschfahrten für Geburtstage oder Hochzeiten nutzen möchte, kann Informationen bei der Touristik GmbH (Telefon: 02953/99880), einholen.

Angesichts der guten Wetteraussichten, wird es vielleicht auch kein Problem sein, Schuhe und Socken auszuziehen, und über den Barfußpfad zu spazieren. Auch der Abenteuerpark wird bis 18 Uhr geöffnet sein.

Noch mehr Angebote unter freiem Himmel gibt es in der kommenden Woche. Dann stehen drei geführte Wanderungen auf den Teuto-Vital-Wanderwegen auf dem Programm. Die drei Wanderungen werden von einem Wanderführer begleitet. An den Erlebnispunkten, die überwiegend an den Kneippanlagen liegen, können sich die Teilnehmer an Informationstafeln zu den Themen Prävention von Herz- Kreislauferkrankungen, Kneipp und zum gesunden Wandern informieren. Die Teilnahme an den Wanderungen ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Auch hier hält die Bad Wünnenberg Touristik weitere Informationen bereit.

© Text und Bild: Westfalen-Blatt 2011


 

Schiffenberger Mittelaltermarkt lockt Jung und Alt auf den Hausberg

Falknerin Tatjana Schmücker demonstriert mit einem sibirischen Uhu die Falknerei

Gießen | Ritter, Knappen, Edelfräulein und sogar römische Soldaten haben sich am Wochenende beim großen Mittelaltermarkt auf dem Schiffenberg eingefunden. Die rund 8000 Besucher des Marktes kamen meist in farbenprächtigen Gewändern daher, nur selten sah man eine neuzeitliche Jacke oder eine Jeanshose in der Menge. Im Gegensatz zu anderen mittelalterlichen Veranstaltungen wie dem Mittelalterlichen Spectaculum stand hier der Markt im Mittelpunkt. An gut 60 historischen Ständen gab es allerlei zu bestaunen und zu kaufen. Viele Stände dienten dazu, die mittelalterliche Garderobe zu erweitern und boten Kleider, Schmuck, Waffen oder Hüte an. Daneben gab es mittelalterliche Speisen und Getränke, aber auch Kuchen und Kaffee. Handwerker zeigten ihre Kunst und luden zum Mitmachen ein. Während in der Klosteranlage vor allem die Verkaufsstände aufgestellt waren, konnten die Handwerker eher in der Nähe des Lagers gefunden werden, das sich etwas unterhalb der Klosteranlage ausbreitete. Kleinere Spiele und Shows auf zwei Bühnen luden die Besucher zum Mitmachen und Staunen ein. Für Kinder war einer der Höhepunkte des Marktes sicherlich das handbetriebene Riesenrad aus Holz. Zusätzlich gab es Eselreiten oder Mäuseroulette, bei dem gewettet wurde, aus welchem der im Kreis angeordneten Löcher die Maus herauskommen würde.

Wie bei jedem Mittelaltermarkt durften die Ritterkämpfe natürlich nicht fehlen. Auf einer kleinen Bühne direkt neben dem Kloster zeigte die tapferen Recken ihre Schwertkunst, was nicht immer ganz ohne Verletzungen ablief. Aber ein echter Ritter steckt so etwas schnell weg und stürzt sich gleich zurück ins Getümmel. Auf einer zweiten Bühne außerhalb der Klostermauern zeigten die Greifvögel von Falknerin Tatjana Schmücker von der Falknerei Naturerlebnis Aatal ihr jägerisches Können. Nebenbei erfuhren die Zuschauer viel Wissenswertes über Greifvögel und über die Falknerei. Leider war der Platz der Bühne etwas unglücklich gewählt, da die Zuschauer an einem abfallenden Hang stehen mussten und nur die erste Reihe direkt an der Bühne die Greifvögel gut beobachten konnte.
Was tagsüber etwas fehlte, war die musikalische Begleitung des Marktes. Es gab zwar mittelalterliche Musik mit Harfe oder Dudelsack, allerdings in größeren Abständen – die meisten Zeit waren die einzigen Geräusche die des Marktes und des Lagerlebens mit seinen Handwerkern. Erst Samstagabend wurde es auf dem Schiffenberg laut, als die „Nostalgos“ mit ihrer Mittelalter-Rockshow auftraten.
Der Schiffenberg mit seiner Klosteranlage bildete eine passende Kulisse für den Mittelaltermarkt. Als Besucher fühlte man sich zwischen all den mittelalterlich gekleideten Menschen gleich ein paar Jahrhunderte zurückversetzt. Nur das eine oder andere Handy am Ohr oder die Digitalkamera in der Hand eines Edelfräuleins ließ erahnen, dass die Neuzeit auch hier schon längst Einzug gehalten hat.

© Text und Bild: Gießener Zeitung 2011
 


 

Falknerei lässt Adler in Rhoden steigen

Diemelstadt-Rhoden. Am Freitag, 18. März, erwartet die Besucher, Gäste und Bewohner des Seniorenzentrums Lustgarten ab 15 Uhr eine besondere Show. Tatjana Schmücker, Mitglied im Orden deutscher Falkonerie und Falknerei aus Bad Wünnenberg kommt mit ihren Greifvögeln zur Flugschau in die Einrichtung. Dort findet dann im Garten ein Nachmittag mit Eulen, Adlern und Falken statt. 

              

„Neben einem einmaligen Showerlebnis, können sich die Besucher einen Greifvogel auf die Faust fliegen lassen. Selbstverständlich dürfen die Zuschauer auch unsere Tiere streicheln, also Falknerei hautnah erleben“, so Tatjana Schmücker zur Show.

„Der Eintritt ist für alle Interessierte frei, so Seniorenberaterin Bianca Henze. Nehmen Sie Ihre Kinder mit – wir heißen Sie an diesem Tage herzlich willkommen und hoffen auf gutes Wetter. Für Fragen ist Frau Henze unter Tel. 05694/9911199 zu erreichen.

© Text und Bild: Eder-Diemel Tipp 2011


 

Greifvögel über dem Aatal

Tatjana Schmücker führt gefiederte Freunde vor

Bad Wünnenberg. Familien, Wanderer, Gäste und Einwohner erwartet ab Samstag, 26. März, ein tierischer Hingucker im Aatal. Falknerin Tatjana Schmücker führt in der ersten Flugschau in diesem Jahr ihre vielfältige Auswahl an Greifvögeln vor. 

 Mit einem europäischen Uhu

Die Vorführung und die Flugschau starten am 26. März um 14 Uhr. Die zweite Schau an diesem Tag findet um 15.30 Uhr statt. Am Sonntag, 27. März, gibt es ebenfalls eine Flugschau um 14 Uhr und eine um 15.30 Uhr. Am Osterwochenende finden am Freitag, 22. April, auch jeweils um 14 und 15.30 Uhr zwei Flugvorführungen statt.

In den Osterferien gibt es dann am Mittwoch, 27. April, zwei weitere Vorführungen. Langfristig wird in den Ferien der Mittwoch der feste "Falknereitag" im Aatal. Den aktuellen Flyer und die Terminvorschau gibt’s bei der Bad Wünnenberg Touristik GmbH, Im Aatal 3, Tel. (0 29 53) 9 98 80 oder im Internet unter www.falknerei-naturerlebnis-aatal.de

Treffpunkt und Ort der Veranstaltungen ist die Wiesenfläche im Naturerlebnis Aatal am Aatalhaus und am Paddelteich in Bad Wünnenberg. Neben den Greifvögeln, den Wüstenbussarden, gibt es auch in diesem Jahr weitere Greifvogelarten und Uhus zu bewundern. Bei den Vorführungen werden weitere spannende Informationen über das Verhalten, die falknerischen Trainingsmethoden, die Haltung, die Ausrüstungsgegenstände eines Falkners, die Fütterung, die Beutetiere und deren Lebensumstände zu erfahren sein.

Der Mitmachtarif bei den Vorführungen beträgt für Erwachsene 3,50 Euro und für Kinder bis 14 Jahren 2,50 Euro. Individuelle Gruppenbuchungen für Vereine, Schulklassen, Kindergärten, Kindergeburtstage sind außerdem möglich. Weitere Informationen gibt es bei der Bad Wünnenberg Touristik GmbH.

© Text und Bild: nw-news.de 2011
 


 

Vogel-Show mit Lerneffekt

Tatjana Schmücker präsentiert Greifvögel im freien Flug in Rhoden

Eine tierische Show bot Falknerin Tatjana Schmücker mit ihren
Greifvögeln in Rhoden
 

Diemelstadt-Rhoden. Unbestrittener Star der Greifvogelschau im Garten des Senioren-Zentrums Lustgarten war Kari, ein weiblicher sibirischer Uhu. Nicht nur auf der Faust ihrer Falknerin, Frau Tatjana Schmücker aus Bad Wünnenberg machte Kari, deren Name aus dem keltischen übersetzt „Tochter des Windes“ bedeutet, eine gute Figur. Auch die Streicheleinheiten inmitten eines begeisterten Publikums im Anschluss an die beeindruckenden Vorführungen absolvierte sie souverän. 

Der sibirische Uhu „Kari“ mit einer Spannweite von ca. 1,50m auf der Faust seiner Falknerin Tatjana Schmücker

Große und kleine Zuschauer waren begeistert von den Darbietungen. Ob beim Beuteschlag am Federspiel oder im Anflug dicht über die Köpfe der Zuschauer hinweg auf den Schutzhandschuh, präzise Flugaktionen beeindruckten jedermann.

Greifvögel seien eigentlich „faule“ Vögel, bewegten sie sich doch in freier Natur hauptsächlich zur Nahrungssuche, erklärte Frau Schmücker in Ihrer unterhaltsamen Moderation. Aus diesem Grund erwarten sie auch nach ihren Flugvorführungen die entsprechende Belohnung für geleistete Aktivität. Zum Abschluss jeder Übung gab es daher aus der Ledertasche ein Küken zum Fressen.

Neben den Showeffekten wurden lehrreiche Informationen vermittelt. So wurde die Frage geklärt, ob Eulen und auch der Uhu „nachtaktive“ Tiere sind. Überraschend war dann die Antwort der Falknerin. Diese Tiere, so erläuterte sie, sind „dämmerungsaktive Jäger“, ja sie fliegen und jagen sogar am Tag, vor allem dann, wenn Jungvögel zu versorgen sind, die eine Fütterungspause von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht überleben könnten. Mindestens im 2-Stunden-Rhythmus müssen die Elterntiere ihre Jungen füttern, um den Fortbestand zu gewährleisten.

Dem aufmerksamen Beobachter ist nicht verborgen geblieben, mit welch großem Vertrauen die Greifvögel mit ihrer Falknerin zusammengearbeitet haben. So war auch die Greifvogelschau für alle Beteiligten, ob Tier oder Mensch, ob Groß oder Klein, Bewohner, Besucher oder Gast, ein nachhaltiges Erlebnis, an das sich so mancher noch gern erinnert.

© Text und Bild: Werner Spitzkopf 2011

Falknerin Tatjana Schmücker  |  info@falknerei-naturerlebnis-aatal.de
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